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Montesssori-Verein Bocholt e.V.

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(Anna Maria Maccheroni)

Mitarbeiterin Maria Montessoris
 

 

Hans Wilms, erfahrener Montessori- (Musik-) Pädagoge, langjähriger Dozent der Montessori-Vereinigung und ehemaliger Schulleiter einer  Montessori-Grundschule ermöglicht uns, einen Einblick zu nehmen in seinen Wissens- und Erfahrungsschatz.

Zeit:

FR,  5.September 08
SA, 6.September 08

17.00 – 20.00 Uhr
09.00 – 12.00 Uhr 
13.00 – 16.00 Uhr 

Ort:

Diepenbrockschule
Europaplatz 32
46399 Bocholt

 

Kosten:

Mitglieder des Montessori-Vereins:
Nichtmitglieder:  

40,00 €
60,00 €

Anmeldung:

 

 

Wenn Sie mit der Anmeldung eine Beitrittserklärung ausfüllen, schließt dies eine sofortige Ermäßigung auch für diese Veranstaltung mit ein.

Anmeldungen bitte bis zum 18.8.08 richten an:

Kinderhaus e.V.
Margret Handschuh
Blücherstraße 21
46397 Bocholt
Tel.: 02871-16488
 

E-Mail:

Wenn Sie hier klicken, können Sie sich ein Anmeldeformular herunter laden (und ggf. zusammen mit dem Beitrittsformular) ausdrucken, ausfüllen und dann an uns schicken. Es geht auch als E-Mail-Anhang.

 

 

 

 

 

 

Bildung in der Kindheit-
welchen Seelenproviant brauchen Kinder heute und für die Zukunft?

Zu einem Vortrag mit diesem Thema lud der Montessori-Verein im November Mitglieder und andere Interessierte ein.

Referent war Dr. Armin Krenz, der als Wissenschaftsdozent und Psychotherapeut am außeruniversitären „Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik" in Kiel mit vielen Lehraufträgen in Deutschland und dem europäischen Ausland  arbeitet.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Entwicklungspädagogik der ersten sieben Lebensjahre von Kindern und Prozess und Personqualität in Kindertageseinrichtungen.
Er ist Autor vieler Fachbücher und Elternratgeber.

Das große Thema „ Bildung“ von Kindern ist in aller Munde. Schnell stellt sich die Frage, welche “Art der Bildung“ Kinder brauchen und welche „ Formen der Bildungspädagogik“ entwicklungsförderlich für Kinder sind. Insoweit kommt es immer darauf an, wie eine Förderung von Kindern gestaltet wird, was Kinder in welcher Form lernen können, was Lernen grundsätzlich bedeutet und welche Förderaspekte nachhaltige Lernauswirkungen haben bzw. kontraproduktiv sind. Lernen Kinder im Spiel oder ist die Zeit des Kinderspiels eine weitgehend überflüssige kindliche Ausdrucksform? Welche Bildungsaktivitäten fördern nachweislich eine Schulfähigkeit der Kinder und warum ist ein vorgezogenes, schulisches Lernen von kontraproduktiver Wirkung? 
In diesem Vortrag sollte es darum gehen, eine Bestandsaufnahme der Begriffe  „Bildung, Lernen und Schulfähigkeit“ vorzunehmen und Konsequenzen für die Praxis abzuleiten.

 

Armin Krenz unterschied klar zwischen abfragbarem Wissen und Bildung im Sinne von Persönlichkeitsbildung und wies darauf hin, dass das, was heute in Kindergärten und Schulen angestrebt wird, weitgehend an vorzeigbaren Ergebnissen orientiert ist und nicht an den Prozessen, die durchlaufen werden müssen, damit wirkliche innere Bildung und Beziehung durch Freude und Begeisterung entstehen kann.
Krenz arbeitete die Persönlichkeitsmerkmale heraus, die notwendig sind, um die seelischen Grundbedürfnisse zu befriedigen, wie u.a. Ruhe erleben, Optimismus erfahren, Gefühle erleben, Mitsprache haben, Sicherheit spüren.

Optimales Lernen erfolgt in einer entspannten und fehlerfreundlichen Umgebung, in der Kinder Liebe und Sicherheit erfahren dürfen. Dies sind die Voraussetzungen für eine glückliche Kindheit und eine gute Bildung.

Vehement wehrte er sich gegen die Ziele der Familienministerin, unter 3-jährige in die Kindergärten zu geben. Denn was diese brauchten, sei eine Betreuung und Begleitung in - wenn schon - familienähnlichen Kleingruppen.
In Schleswig-Holstein hat er mitgestaltet, dass die Tagesmütter bzw. -väter eine 250-stündige Ausbildung erhalten und zusätzlich alle zwei Monate eine Supervision bekommen.

Mit vielen praktischen Buchvorschlägen beendete Krenz schließlich den lebendigen und überzeúgenden Vortag.

Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen an den Referenten gestellt werden.
 

 

Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Stadtsparkasse Bocholt.

 

 

 

   
   

zuletzt aktualisiert am

11.03.2009

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